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Hilfesystem für Fotografen > Anforderungen an Bilder > Persönlichkeits- und andere Rechte Dritter

Persönlichkeits- und andere Rechte Dritter

Der Fotograf stellt ImagePoint Bilder zur Verfügung zum Weiterverkauf an Kunden, die die Bilder werblich/kommerziell oder redaktionell einsetzen – und stellt damit auch seine eigenen Rechte an den Bildern entsprechend zur Verfügung. Dabei gilt es unbedingt zu beachten, dass auf Fotos auch Rechte Dritter betroffen sein können, die der Fotograf abgeklärt haben muss, bevor die Bilder zum Verkauf angeboten werden. Entsprechend müssen Sie die Bilder auf der ImagePoint-Plattform beim Erfassen mit Informationen zu den Bildrechten versehen.

1. Persönlichkeitsrechte - Rechte der abgebildeten Person

Die Persönlichkeitsrechte machen in den meisten Fällen nötig, dass ein Model Release vorliegt. Das Model Release ist die schriftliche Erklärung, mit der sich die abgebildete Person mit der Veröffentlichung und kommerziellen Nutzung des Bildes einverstanden erklärt. Diese Einverständniserklärung sollte enthalten: Erlaubnis der räumlich und zeitlich uneingeschränkten Nutzung für jegliche Bildverwendung (auch werblich und kommerziell), Datum und Unterschrift der abgebildeten Person (bei Minderjährigen die Erziehungsberechtigten, bei Verstorbenen die Angehörigen).

Sie müssen in der Erfassungsmaske bei jedem Bild angeben, ob ein Model Release vorliegt.

Wenn kein Model Release im obigen Sinne vorliegt, können Sie das Bild freigeben zur redaktionellen Verwendung. Dabei ist zu beachten:
- Wenn Menschen als „Beiwerk“ beispielsweise in einem Landschaftsbild erscheinen, so ist nicht ein schriftliches Model Release nötig, weil die Menschen zur Bildaussage nichts beitragen.
- Wenn Menschen an einer öffentlichen Veranstaltung (z.B. Versammlung, Umzug oder sonstigem öffentlichem Ereignis) als Gruppen dargestellt werden, so ist dies zulässig ohne Model Release. Es dürfen dabei keine Personen besonders hervorgehoben werden. Normale Alltagsszenen auf der Strasse gelten aber nicht als öffentliche Veranstaltung.
Hier ist zu beachten: Bei Veranstaltungen auf Privatgrund, wie Sporthallen, Stadien, Bahnhöfen, Krankenhäuser, Einkaufsläden etc. muss zusätzlich ein Property Release vorliegen.
- Absolute Personen der Zeitgeschichte (Berühmtheiten wie Mitglieder des Adels, Staatsoberhäupter, Politiker. Eingeschränkt auch Künstler, Sportler etc.): Eine redaktionelle Veröffentlichung ohne schriftliches Model Release ist möglich, wenn sich diese Personen an einer öffentlichen Veranstaltung aufhalten. Nicht erlaubt sind Aufnahmen aus dem privaten Bereich (im Swimmingpool, im Haus / Garten, Ferien etc.).
- Privatsphäre: Nicht erlaubt sind Aufnahmen von Situationen, die typischen Privat- oder Intimcharakter haben (Haus und Garten, abgeschiedene Orte z.B. in einem Hotel, Bahnhof etc.).
- Bilder im Stile von Paparazzi-Fotografie sind ausdrücklich nicht erlaubt.
Bei diesen Bildern müssen Sie angeben, dass kein Model Release vorliegt, und dass das Bild nur für redaktionelle Verwendung zulässig ist. Allenfalls ist die Information zum Property Release nötig.

Als Fotograf müssen Sie bei jeder Aufnahme mit abgebildeten Personen angeben, ob Sie über ein schriftliches Model Release haben oder nicht, plus allenfalls die Einschränkung „nur für redaktionelle Verwendung“.


2. Gebäude sowie Markenrecht und Urheberrecht an abgebildeten Motiven

Diese Rechte machen in den meisten Fällen nötig, dass Sie ein schriftliches Property Release vom Urheber haben. Das Property Release ist die schriftliche Einverständniserklärung des Inhabers einer Marke oder des Urhebers eines geschützten Designs/Kunstwerkes, dass das Bild für kommerzielle Zwecke verwendet werden darf. Ein solches Property Release ist auch nötig, wenn auf Privatgrund fotografiert wird (Einverständnis des Grundeigentümers).

Gebäude / Objekte: Solche Aufnahmen sind nur erlaubt, wenn sie vom öffentlichen Grund und ohne zusätzlichen Hilfsmittel (z.B. Leitern, Masten, gegnüberliegender Balkon etc.) aufgenommen worden sind. Sobald Sie sich auf privatem Grund befinden (z.B. Stadion, Zoo, Bahnhof, Flughafen, Schulareal, Krankenhaus, Museum etc.), ist ein Property Release nötig. D.h. dass Innenaufnahmen in jedem Fall ein Property Release benötigen.

Berühmte Gebäude mit Kunstwerk-Charakter oder besonderer architektonischer Leistung fallen unters Urheberrecht. Die Abbildung ist grundsätzlich nicht erlaubt. Beispiel: Eiffelturm mit Beleuchtung.

Gegenstände / Produkte: Neutrale Sachaufnahmen dürften in den meisten Fällen problemlos sein, wenn es sich nicht um Markenprodukte oder solche mit einem Design- oder Geschmacksschutz handelt (z.B. Coca Cola-Flasche, Oscar-Figur, Barbie-Puppe etc.). Das Markenlogo darf nicht abgebildet sein. Wenn keine Erlaubniserklärung vorliegt, so muss beim Erfassen der Bilder „“Propoerty Releae: nicht vorhanden“ angegeben werden.

Bei Markenprodukten oder Gegenständen mit geschütztem Design muss die Bewilligung des Herstellers vorliegen. Ansonsten dürfen diese Bilder nicht kommerziell / werblich eingesetzt werden.

Marken / Logos: Geschützte und prominent abgebildete Marken und Logos sind zu löschen. Unter Umständen können sie bei der Bild-Erfassung mit „Property Release: Nicht vorhanden“ / „nur redaktionelle Verwendung“ vermerkt werden, wenn die Marke nicht dominant abgebildet ist. Eine Veröffentlichung kann aber in jedem Fall heikel sein, je nach Durchsetzungspolitik des betreffenden Markenrechte-Inhabers.


3. Weitere Motive, die ohne Erlaubnis nicht veröffentlicht werden dürfen

- Privatgelände und öffentlich genutzte Räume wie Bahnhöfe: Property Release nötig.
- Häuser, Boote, anderes Eigentum: Für redaktionelle Verwendung möglich, wenn Privatspähere / Hausrecht beachtet wurde.
- Aussenansichten von Gebäuden im öffentlichen Raum dürfen i.d.R. veröffentlicht werden.
- Hausrecht muss beachtet werden: Wo Eintritt bezahlt werden muss (Zoo, Museum, Konzerte, Parks, Sportveranstaltungen etc.), darf nicht ohne Erlaubnis (Akkreditierung) fotografiert werden. Eine Akkreditierung bedeutet aber nicht automatisch, dass die Bilder kommerziell/werblich verwendet werden dürfen – das muss vereinbart sein. Deshalb gilt hier oft die Nutzungseinschränkung „nur redaktionelle Verwendung“.
- Gesetzliche Beschränkungen: Gerichtsverhandlungen, militärische Anlagen, Luftaufnahmen, die in Privatsphäre eingreifen. Luftaufnahmen sind nicht überall erlaubt (beispielsweise in Moskau, Paris, Kairo Bewilligung notwendig).


4. Weiterführende Informationen

Die vorgängigen Informationen erheben nicht den Anspruch der Vollständigkeit, sondern sind Grundlage des Bildrechts im deutschsprachigen Raum. In verschiedenen Ländern wird das Bildrecht jedoch unterschiedlich streng gehandhabt. ImagePoint kann keine Haftung übernehmen. Die Informationen dienen als Leitfaden, den Sie beim Upload von Bildern auf ImagePoint.biz beachten müssen. So kann das Risiko rechtlicher Probleme mit Ihren Bildern stark reduziert werden.

Wir empfehlen, dass Sie sich direkt mit diesem Thema auseinandersetzen:

Literatur:
- Wanckel/Nitschke: Foto – und Bildrecht (Verlag C.H.Beck) ISBN 3 406 51472 3
- Alexander Koch: Handbuch zum Fotorecht (Verlag PIAG Presse und Informations AG) ISBN 3-921864-47-X
- Bergmann Monika: Die Bilderjagd – Beruf des Bildredakteurs. / Kapitel „Alles was Recht ist“ (Einführung) ISBN3-921864-50-X

Beachten Sie bitte auch folgende weiterführenden Links zum Bildrecht

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